Begehung bei der PV-Freiflächenanlage S33 – von der Übung zum Real-Einsatz

Begehung bei der PV-Freiflächenanlage S33 – von der Übung zum Real-Einsatz

  • On 6. Oktober 2026

Vor einiger Zeit wurde im Einsatzbereich unserer Feuerwehr ein neues Kraftwerk eröffnet: Direkt neben der S33-Auffahrt St. Pölten-Ost wurde eine PV-Freiflächenanlage errichtet. Laut Informationen auf der Homepage der Stadt St. Pölten (https://www.st-poelten.at/news/19848-pv-anlage-bringt-mehr-power-nach-st-p%C3%B6lten) können die über 1000 PV-Module dieser Anlage bis zu 670 kWp leisten, zudem verfügt sie über einen 1-MW-Batteriespeicher.

Um für eventuelle Einsätze in und um dieses Solar-Kraftwerk gerüstet zu sein und das nötige Wissen zu erlangen, führten wir am Donnerstag, 1. Oktober 2026, vor Ort eine Begehung durch. Als Vertreter der Stadt St. Pölten, die diese Anlage betreibt, konnten der Ständige Vertreter des Bürgermeisters, Walter Heimerl-Lesnik, und der für das Feuerwehrwesen zuständige Stadtrat Walter Hobiger begrüßt werden. Seitens der zuständigen Magistratsabteilung und der mit der Planung beauftragten Firma KWI standen David Obergruber und Maximilian Fuchs für die interessierten Feuerwehrkameraden zur Verfügung.

Nach der eingehenden Besichtigung der Anlagen, der Erläuterung der technischen Hintergründe der PV-Anlage sowie der notwendigen Hinweise auf sicheres Arbeiten im Einsatzfall sollte eigentlich noch die Löschwasserversorgung von der S33-Raststation zur neuen Anlage geübt werden. Allerdings wurden wir gegen 19:45 Uhr zu einem Real-Einsatz gerufen: Brandmeldealarm im Kinocenter Megaplex.

Unverzüglich machten sich die Feuerwehrkameraden mit einem Kommandofahrzeug und zwei Löschfahrzeugen auf den Weg zum Einsatzort, ein weiteres Fahrzeug rückte mit einigen Feuerwehrleuten, die von zu Hause nachgekommen waren, ebenfalls aus. Vor Ort stellte der Einsatzleiter fest, dass zwei automatische Brandmelder Rauch festgestellt hatten. Auch ein Haustechniker informierte die eingetroffene Mannschaft über eine zwischenzeitlich wieder verflüchtigte Rauchentwicklung. Bereits auf der Anfahrt hatte sich ein Atemschutztrupp routiniert ausgerüstet und stand für ein eventuell notwendiges Eingreifen bereit, was jedoch nicht notwendig war: Im 2. Stock des weitläufigen Gebäudes war es bei einem elektrischen Gerät zu einer leichten Rauchentwicklung gekommen, die durch das richtige Reagieren der MitarbeiterInnen vor Ort rasch eingedämmt wurde und sich verflüchtigte. Das Gerät wurde einfach abgesteckt.

Unsere Aufgabe bestand nur noch darin, umliegende Möbel, Installationen und Räume mittels Wärmebildkamera zu kontrollieren, ob nicht noch irgendwo eine versteckte Hitze- oder Rauchquelle zu finden sei.

Der Einsatz zeigt aber wieder einmal, wie wichtig ein funktionierender Vorbeugender Brandschutz ist: Wäre das Gebäude nicht durch eine automatische Brandmeldeanlage überwacht, wäre der Rauch vielleicht erst später entdeckt worden, und es wäre im schlimmsten Fall zu größeren Sach- oder gar Personenschäden gekommen.

Wenig später konnten wir wieder einrücken und die Einsatzbereitschaft wiederherstellen.