FF St. Pölten-Wagram schickt ihre Mitglieder ins Feuer – zum Training!
- On 30. September 2026
Am Samstagvormittag stand für die Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten-Wagram eine besonders intensive Ausbildung auf dem Programm. Im Brandhaus des NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrums in Tulln konnten insgesamt drei Atemschutztrupps mit neun Atemschutzgeräteträgern unter möglichst realitätsnahen Bedingungen trainieren. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur der richtige Umgang mit Hitze, Rauch und eingeschränkter Sicht, sondern vor allem das gemeinsame, sichere Vorgehen des gesamten Atemschutztrupps.
Begleitet wurde die Ausbildung von drei feuerwehrinternen Heißausbildungstrainern der FF St. Pölten-Wagram sowie Kommandant-Stellvertreter Markus Steininger, der beruflich im NÖFSZ als Fachbereichsleiter arbeitet. In mehreren Übungsdurchgängen konnten unterschiedliche Situationen im Brandhaus “durchgespielt”, Vorgehensweisen trainiert und anschließend gemeinsam analysiert werden. Gerade die Kombination aus praktischer Erfahrung, unmittelbarem Feedback und der Möglichkeit, Abläufe unter anspruchsvollen Bedingungen wiederholt zu üben, macht diese Form der Ausbildung besonders wertvoll.
Atemschutzeinsätze zählen zu den körperlich und taktisch anspruchsvollsten Aufgaben im Feuerwehrdienst. Umso wichtiger ist es, dass unsere Mitglieder regelmäßig die Gelegenheit bekommen, ihre Ausbildung unter kontrollierten, aber realitätsnahen Bedingungen zu vertiefen. Dabei profitieren junge Atemschutzgeräteträger ebenso wie langjährig erfahrene Mitglieder: Während für die einen vieles zum ersten Mal unter echten Heißbedingungen erlebt wird, können die anderen auf ihre Einsatzerfahrung zurückgreifen und trotzdem immer wieder Neues mitnehmen. Genau diese Mischung aus Ausbildung, Erfahrungsaustausch und Kameradschaft macht uns als Mannschaft stärker.
Das Resumée der neuen Atemschutzgeräteträger…
“Ich habe erst vor kurzem das Ausbildungmodul AT20 gemacht. Wenn man dann erstmals echtes Feuer im Atemschutzeinsatz sieht, dann ist das noch einmal etwas ganz anderes. Der Vormittag im Brandhaus war super, wir konnten unterschiedliche Szenarien durcharbeiten. Ich habe sehr viel gelernt. Sowohl was das echte Feuer angeht, aber auch das gemeinsame Vorgehen im Atemschutztrupp. Super war’s!”
Und aus Sicht der “alten Hasen”….
“Nach mehr als 30 Jahren im aktiven Feuerwehrdienst habe ich ja schon das eine oder andere Feuer gesehen. Mal größer, mal kleiner. Eines dürfen wir als Einsatzkräfte dabei aber niemals vergessen: Wir wagen uns ins Feuer, weil wir trainiert haben, weil wir uns auf gewisse Situationen vorbereitet haben. Das heißt aber niemals, dass wir jedes Einsatzszenario kennen können. Und gerade weil wir immer wieder auf neue Herausforderungen stoßen werden, müssen wir im Atemschutzeinsatz hellwach sein. Wir müssen Geräte routiniert bedienen können, Standardvorgehen müssen wir verinnerlicht haben. Denn dann bleiben die notwendigen mentalen Ressourcen frei, um auf die neue – möglicherweise auch gefährliche – Situation richtig reagieren zu können. Und genau deshalb nehme ich mir einen Tag Zeit, um ins Brandhaus zu gehen. Damit ich gemeinsam mit meinen Kameraden auch vom nächsten Einsatz heil – und hoffentlich erfolgreich – zu meiner Familie nach hause zurück kommen kann.”
