Eine Passantin hatte am Sonntagnachmittag einen Vogel im Bereich der Dachkonstruktion eines mehrgeschoßigen Wohnhauses in St. Pölten-Wagram beobachtet. Weil das Tier sichtbar schwach war und nicht mehr aus dem dort montierten Taubenschutz wegfliegen konnte, wurde die Freiwillige Feuerwehr St. Pölten-Wagram zur Tierrettung alarmiert.
Von unten war für den Einsatzleiter nicht klar, wie es dem Vogel geht, deshalb wurde die 3-teilige Schiebleiter vom Dach des Hilfeleistungsfahrzeuges geholt und gemeinsam aufgestellt. Sobald die Leiter – mit ihr sind Höhe von 14 Metern erreichbar – stand, rüstete sich ein Feuerwehrmitglied mit einem Sicherungsgurt und dicken Handschuhen aus, um das Tier aus der Nähe zu beobachten. Oben angekommen, konnten die unten gebliebenen Passanten und FF-Mitglieder hören, dass der Mauersegler noch lebte und sich entweder über seine Rettung freute oder sich fürchterlich beschwerte, weil ein Mensch ihm zu nahe kam. Jedenfalls wurde er mit sicheren, aber sanften Griffen aus seiner misslichen Lage befreit und für den Weg auf den Boden in einem mitgenommenen Kübel “zwischengeparkt”.

Unten angekommen folgte die “Erste Hilfe” für den Vogel. Es lag keine offensichtliche Verletzung vor, der Vogel schien einfach nur völlig erschöpft zu sein. Kein Wunder nach seinem Langen “Kampf” mit dem Taubenschutz.

Also wurde nach Rücksprache mit dem Tierheim beschlossen, den Vogel zuerst in einem geschützten Umfeld wieder zu Kräften kommen zu lassen. Anschließend kann er entweder an ein Spezial-Tierheim übergeben werden oder wieder in die Freiheit entlassen werden.


